24/09/2018
von Dr. med. Olga Stanković-Dahmen
Keine Kommentare

Liebe Eltern,
lange hat man gedacht,daß eine früh begonnene Digitalisierung in den Klassenzimmern , wie z.B. in australischen oder finnischen Schulen in den letzten Jahren geschehen,ganz viele schlaue Schüler hervorbringt. Nun, leider ist das bis heute nicht der Fall und so mußte Australien nach über 10 Jahren Erfahrung die 2008 eingeführten Schulcomputer wieder rauswerfen. WLAN im Klassenzimmer reduziert die Lernleistung der Schüler um fast 20 % , weil es die Ablenkbarkeit fördert. Und wir müssen gar nicht so weit schauen,selbst Frankreich hat ein Handy-Verbot an den Schulen eingeführt und agiert damit ganz im Sinne von Steve Jobs (Apple-Gründer) der seinen Kindern den Gebrauch der von ihm produzierten Geräte untersagt hat. Selbst sein Nachfolger hält sich an die Erkenntnisse ,die schon dem Gründer vorlagen. Bei den Fachkongressen sieht man nun immer häufiger die Resultate von Neurowissenschaftlern die uns die negativen Effekte seit Jahren präsentieren aber leider bekommt die breite Öffentlichkeit davon nichts mit. Die große Unterhaltungsindustrie ist eben in ihrer Werbung deutlich stärker und agressiver.
Schade,es sind die eigenen Kinder ,die man davor schützen muß und zwar ganz bewußt! Je jünger sie sind desto schädlicher der Effekt auf ihr Denken,Lernen,Erforschen,etc. Im schlimmsten Fall kann es ADHS ähnliche Symptome auslösen und den Kindern große Probleme in der Schule bereiten.
Denken Sie mal darüber nach oder sprechen Sie mit den Lehrern! Es gilt Medienkompetenz zu fördern , abgestimmt auf das Maß und Alter und dabei sind die Kinder auf unsere Hilfe angewiesen.
In diesem Sinne alles Gute
Ihre Praxis Wunderkind

18/09/2018
von Dr. med. Olga Stanković-Dahmen
Keine Kommentare

Liebe Eltern,nun ist es ofiziell!
Die WHO hat die Internetsucht als Diagnose anerkannt und dieses hat für einige Schlagzeilen und TV-Diskussionen gesorgt. So weist Prof.Dr.med.Dr.phil.M. Spitzer, Universitätsklinikum Ulm , auf die großen Gefahren hin ,denen Kinder aber auch Jugendliche und junge Erwachsene heutzutage durch den übermäßigen Konsum von Smartphones,Tablets,etc. ausgesetzt sind. Nicht nur endlose Diskussionen mit den Eltern über den zu häufigen Gebrauch, sondern auch das Leugnen durch die Kinder,das Verharmlosen , die Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken wie auch die davon abhängige Stimmung des Einzelnen sind ernstzunehmende Themen. Kliniken haben sich mitlerweile mit ganzen Stationen auf die internetsüchtigen Patienten eingestellt und versuchen über verschiedene Ansätze wie Psychotherapien, Ergotherapien,Kunsttherapien ,etc. Kinder von der Sucht zu befreien, ihre Resourcen zu ergründen und neue Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung aufzuweisen. Oft geht das Ganze mit einem Notenabfall, der Vernachlässigung von Freundschaften und z.T. auch Depresionen und Einsamkeit einher. Aber wie bei allem, je früher man beginnt,desto besser sind die Chancen auf Heilung.

17/09/2018
von Dr. med. Olga Stanković-Dahmen
Keine Kommentare

ADHS,was hat man schon darüber alles gehört. Oft entfacht alleine das Erwähnen der Diagnose endlose,z.T. hoch emotionale Diskussionen zwischen betroffenen Familien sowie der „besserwissenden“ Allgemeinbevölkerung. Dabei gibt es heute doch so gut untersuchte und erfolgreich erprobte Methoden mit denen man dem Kind,welches unter ADHS leidet,helfen kann. So kann man nach erfolgter Diagnostik gut mit Heilmitteln, Psychotherapien aber auch manchmal ADHS-Medikamenten helfen den Alltag mit seinen ganzen Facetten und Anforderungen zu meistern. Optimalerweise wird dabei ein Retard-Präparat mit Einmalgabe verordnet. Zu erwähnen ist,daß Patienten mit alleiniger Psychotherapie schlechter abschneiden als Patienten mit Medikation. Das sollte man immer bedenken,wenn einem der behandelnde Arzt sein solches zur Probe anbietet. Am Ende sollte das Kind mit Ihnen gemeinsam entscheidet womit es sich am wohlsten fühlt.

Dr. med. Olga Stankovic-Dahmen