30/06/2015
von Dr. med. Olga Stanković-Dahmen

Internetmobbing bei Kindern und Jugendlichen

Eines der häufigsten Probleme, die Kinder und Jugendliche heute aufweisen sind nicht nur Lernschwierigkeiten, Probleme mit Eltern und Lehrern, sondern vor allem Probleme mit Gleichaltrigen. Hier kann es oft zu Mobbing kommen, welches im Internet hinter dem Rücken des Betroffenen passiert. Hier können Gerüchte, bloßstellende Fotoaufnahmen etc. kursieren. Das Kind oder der Jugendliche steht dem häufig hilflos gegenüber. Wichtig ist hierbei dem Kind ein gutes familiäres Auffangnetz zu bieten. Eltern, die ein offenes Ohr für die Probleme des Nachwuchses haben und sich und dem Kind bzw. dem Jugendlichen in entsprechenden Situationen den Rücken stärken, können versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden. In schwierigen Fällen kann professionelle Hilfe unterstützend sein.
Internetmobbing kann man durch ein gutes wohlwollendes Klima im elterlichen Haushalt zwar nicht vorbeugen, jedoch Kindern und Jugendlichen seelischen Rückhalt geben.
Vor allem bei gemeinsamen Mahlzeiten können Stimmungstiefs und Veränderungen den Eltern auffallen, sodass diese schon frühzeitig eingreifen können.

29/04/2015
von Dr. med. Olga Stanković-Dahmen

Pubertätskrisen

Viele Eltern kennen das Leid. Nun hat das Kind die Grundschulzeit anfänglicher vielleicht auch schwieriger Eingewöhnung gut überstanden, da wartet die nächste Hürde mit Eintritt in die Oberschule. Die Pubertät schleicht sich ein und mit ihr viele neue Dinge, die auf das Kind zukommen. Nicht nur erste Schwärmereien, sondern auch die Abwendung von den Eltern, deren Meinung jetzt immer weniger zählt. In dieser Zeit werden Freundeskreise erweitert und damit das Kind auch immer wieder vor neue Situationen gestellt. So zum Beispiel evtl. erste Drogenerfahrungen, der Schule fernbleiben oder sich in virtuelle Welten zu begeben. Oft ist damit eine allgemeine Überforderung sowie ein Leistungsabfall verbunden und der erste Krach steht ins Haus. Sorgen Sie vor, indem Sie schon frühstmöglich eine Vertrauensebene zu Ihren Kindern schaffen und es nicht erst versuchen, wenn es schon zu spät ist. Nur so werden Sie verhindern, dass Ihr Kind sich bei Problemen von Ihnen abwendet. Scheuen Sie sich nicht bei den Lehrern Ihres Kindes nachzufragen, ob Sie Veränderungen bemerkt haben. Auch der Austausch mit den Eltern der Freunde Ihres Kindes hilft. Wenn Sie alleine nicht weiterkommen, wenden Sie sich an professionelle Hilfestellen wie zum Beispiel Kinder- und Jugendpsychiater, -psychologen oder Familienberatungsstellen. Alle gemeinsam werden versuchen Ihnen beratend zu helfen.

Dr. med. Olga Stankovic-Dahmen